Infothek
Neuerungen bei Einordnung von Renovierungs- und Modernisierungskosten und bei „Sanierung in Raten“
Die steuerliche Behandlung von Renovierungsmaßnahmen hängt stark vom Einzelfall ab. Wer nach dem Erwerb einer Immobilie größere Arbeiten plant, sollte diese wegen Neuerungen bei der steuerlichen Abzugsfähigkeit unbedingt frühzeitig mit steuerlichen Beratern besprechen.
mehrKeine gewerbesteuerliche Hinzurechnung von in die Herstellungskosten von Wirtschaftsgütern des Umlaufvermögens eingegangenen Miet- und Pachtzinsen
Das Thüringer Finanzgericht hat klargestellt: Miet- und Pachtzinsen sind gewerbesteuerlich nicht hinzuzurechnen, wenn sie in die Herstellungskosten von Wirtschaftsgütern des Anlage- oder Umlaufvermögens eingehen und damit die ursprüngliche Gewinnminderung neutralisieren.
mehrSteuerfreiheit durch Geringfügigkeits-Richtlinien 2026 und Sozialversicherungsfreiheit bei kurzfristiger Beschäftigung
In die neuen Geringfügigkeits-Richtlinien 2026 wurden die Erhöhungen des steuerfreien Übungsleiterfreibetrags und der steuerfreien Ehrenamtspauschale eingearbeitet. Die steuerfreie Übungsleiterpauschale wurde ab 01.01.2026 auf 3.300 Euro und die Ehrenamtspauschale auf 960 Euro angehoben.
mehrWer haftet für Umsatzsteuer? Anwendung des § 14c Abs. 2 UStG im Rahmen eines sog. Zentralreguliererfalles
Das Finanzgericht Münster hatte zur Umsatzsteuerhaftung für Rechnungen zu entscheiden, mit denen der Zentralregulierer gegenüber den Lieferanten über eine Delkredereprovision „im Namen und für Rechnung“ des Kunden abrechnet.
mehrKindergeldrückforderung wegen Korrektur einer Kindergeldfestsetzung
Der Bundesfinanzhof hat über eine Kindergeldfestsetzung und deren Korrektur entschieden.
mehrSteuervergünstigungen für Olympia-Sieger
Kurz vor dem Beginn der Olympischen Winterspiele 2026 hat der Gesetzgeber Sportlern ein besonderes Geschenk gemacht. Sie wurden von der Einkommensteuer auf Prämienzahlungen der Deutschen Sporthilfe für „Medaillengewinne und weitere Platzierungen“ freigestellt.
mehrNeues Bescheinigungsverfahren über steuerfreien Anteil einer deutschen Rente für in Italien ansässige italienische Staatsangehörige
Das Finanzamt Neubrandenburg ist zentral für die Ausstellung einer Bescheinigung über den steuerfreien Anteil einer deutschen Rente zuständig, wenn deutsche Ruhegehälter oder andere wiederkehrende oder einmaligen Bezüge an in Italien ansässige italienische Staatsangehörigen aufgrund der Sozialversicherungsgesetzgebung Deutschlands gezahlt werden.
mehrAnrechnung der Gewerbesteuer auf die Einkommensteuer eines Gewerbetreibenden
Bei Steuerpflichtigen mit Einkünften aus Gewerbebetrieb ist im Gesetz eine Ermäßigung der Einkommensteuer durch die teilweise Anrechnung der Gewerbesteuer aus den betrieblichen Einkünften vorgesehen. Die Anrechnung erfolgt pauschal mit dem Vierfachen des für den Betrieb festgestellten Gewerbesteuermessbetrags. Die Anrechnung ist der Höhe nach zweifach begrenzt.
mehrUmsatzbesteuerung von Leistungen eines gemeinnützigen Sportvereins - Steuerbefreiung oder Ausschluss des Vorsteuerabzugs?
Umfasst die Umsatzsteuerbefreiung auch Mitgliedsbeiträge zu gemeinnützigen Sportvereinen mit der Folge, dass der begehrte Vorsteuerabzug ausgeschlossen ist?
mehrErmäßigter Umsatzsteuersatz für Ticketvermittlung? - Revisionsverfahren vor dem Bundesfinanzhof
Das Finanzgericht Köln entschied, dass die Umsätze eines Tickethändlers aus dem Verkauf von Veranstaltungstickets nicht dem ermäßigten Umsatzsteuersatz unterliegen, sondern vollständig mit dem Regelsteuersatz von 19 % zu besteuern sind. Hierzu ist die Revision beim Bundesfinanzhof anhängig.
mehrLohnsteuer-Pauschalierung und 20-Arbeitnehmer-Grenze
Das Finanzgericht Münster hat zu der Frage Stellung genommen, ob das Finanzamt eine pauschale Lohnsteuer-Nachforderung nach § 40 Abs. 1 EStG bei lediglich 16 betroffenen Arbeitnehmern festsetzen durfte.
mehrSteuerliche Anerkennung von Pensionszusagen an GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführer
Pensionszusagen an einen GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführer sind grundsätzlich betriebliche Aufwendungen der GmbH, die, bis sie fällig werden, in eine Rückstellung eingestellt werden können. Droht die GmbH jedoch insolvent zu werden, wenn sie die Zusage erfüllen müsste, ist dies das „KO-Kriterium“ für die Finanzierung. In einem solchen Fall wird die Zusage steuerlich nicht anerkannt.
mehrNießbrauchrecht als grunderwerbsteuerliche Gegenleistung
Der Bundesfinanzhof entschied, dass ein zum Erwerbszeitpunkt noch nicht im Grundbuch eingetragenes Nießbrauchrecht als Gegenleistung für den Verkauf eines Erbbaurechts in die Bemessungsgrundlage für die Grunderwerbsteuer einzubeziehen ist.
mehrWohnmobil im Hochpreissegment kann ein Gegenstand des täglichen Gebrauchs sein
Der Bundesfinanzhof entschied, dass auch der Gewinn/Verlust aus dem Verkauf hochpreisiger Wirtschaftsgüter des Alltagsgebrauchs nicht als privates Veräußerungsgeschäft zu besteuern ist.
mehrSteuertermine März 2026
Die Steuertermine des Monats März 2026 auf einen Blick.
mehrZeitpunkt der Entstehung der Schenkungsteuer bei Abtretung eines GmbH-Anteils
Der Bundesfinanzhof hat zur Werterhöhung von Anteilen an einer Kapitalgesellschaft als Schenkung Stellung genommen. Ob eine Leistung zu einer Werterhöhung der Anteile der Gesellschafter geführt hat, ist auf den Ausführungszeitpunkt bezogen zu prüfen.
mehrVorsicht bei gemischt finanzierten Pensionszusagen an GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführer
Eine Pensionszusage muss, wenn sie steuerlich anerkannt werden soll, ernsthaft vereinbart, angemessen ausgestaltet und vom Berechtigten erdienbar sein. Ansonsten gilt sie als verdeckte Gewinnausschüttung an den Gesellschafter-Geschäftsführer. Ein Überblick über Indizien, die zur steuerlichen Anerkennung vorliegen müssen.
mehrVerabschiedung eines Arbeitnehmers in den Ruhestand mit Feier des Arbeitgebers führt nicht zu steuerpflichtigem Arbeitslohn
Unternehmen können die Kosten für die Verabschiedung eines ausscheidenden Mitarbeiters in den Ruhestand ohne lohnsteuerliche Nachteile übernehmen, wenn die Veranstaltung als betriebliche Feierlichkeit ausgestaltet ist.
mehrBesteuerung von Hinterbliebenenrenten - Revisionsverfahren vor dem Bundesfinanzhof
Der Bundesfinanzhof muss die Rechtsfrage klären, ob die Besteuerung von Hinterbliebenenrenten aus der gesetzlichen Rentenversicherung im Hinblick auf eine Ungleichbehandlung zu beamtenrechtlichen Versorgungsbezügen (Weitergewährung des Versorgungsfreibetrags) und das Verbot der doppelten Besteuerung verfassungswidrig ist.
mehrKindergeld für volljähriges Enkelkind in gesonderter Wohnung
Das Hessische Finanzgericht hatte zu entscheiden, ob einer Großmutter Kindergeld für ein volljähriges Enkelkind zusteht, welches in eine eigene Wohnung in dem Mehrfamilienhaus einzieht, in dem es bisher in der Wohnung der Großmutter gewohnt hat.
mehrDie Fachnachrichten in der Infothek werden Ihnen von der Redaktion Steuern & Recht der DATEV eG zur Verfügung gestellt.